Ramonarun

Hier läuft Ramona

Glatteis und tiefer Schnee

Irgendwie kommt man beim Täglichlaufen immer wieder auf’s Wetter zu sprechen. Ist schon komisch. Heute nun komme ich erst nach dem vormittäglichen Gottesdienst zum Laufen. Um Zeit zu sparen, habe ich die Laufsachen im Auto gebunkert und fahre nach dem Dienst zum Devener Holz. Ich möchte einfach sehen, wie es an der Peene aussieht. Eigentlich müsste sie mittlerweile schon lange zugefroren sein. Da am Maiplatz die einzige Möglichkeit zum Parken besteht (der andere Parkplatz ist zugeschneit) stelle ich Kermit dort ab, ziehe mich im Auto um (superbequem) und laufe los.

Die Devener Marathonläufer erkennen den Platz bestimmt wieder. :D

Mit -7 Grad haben wir es wieder richtig kalt. Die Wege sind zwischen glatt, tief verschneit, von Wildschweinen aufgewühlt und ausgetreten. Eine ständige Abwechslung für meine Füße, die mir das Laufen ziemlich schwer macht. Immer mal wieder schmerzt der Zeh. Trotzdem habe ich das Empfinden, dass es besser wird und freue mich darüber.

Auf Grund dessen belasse ich es auch bei 6 km und mache ein paar Bilder mit meinem Handy.

Die Stille an der zugefrorenen Peene erinnert mich an das Land der Eiskönigin.

Wie an vielen Stellen haben auch hier die Wildschweine gewütet.

Eine irre Landschaft, die ich sehr liebe.

Tief erfüllt von einem Glücksgefühl fahre ich wieder nach Hause.

Sonnenschein und Glätte

Endlich lässt sich mal wieder die Sonne blicken. Da hält es Frau nicht im Haus. Es reicht, dass sich die Kinder in ihren Buden verkriechen. Ich nicht! Die Sonne lacht, also Laufsachen an, Fotoapparat umgeschnallt und los geht’s. Zunächst mit dem Auto, da die Wege immer noch nicht begehbar sind. Eine lange Strecke trau ich mir auf Grund der Verletzung noch nicht zu.

Am Waldrand das Auto geparkt. Zunächst bleibe ich auf der Straße, muss kurz durch’s Dorf und dann runter zu den Kanälen. Ich möchte meinen Baum fotografieren. Doch an den Wiesen angekommen, bekomme ich einen kleinen Schreck. Wo soll ich lang laufen. Nehme ich die Reifenspur oder den tiefen verharschten Schnee?

Ich entscheide mich für die linke Reifenspur. Da behalte ich wenigstens trockene Füße. Aber unbequem ist es trotzdem. Eine Quälterei, wo die Spur zu eng. Ich habe das Gefühl, meine Beine verknoten sich. Der Kampf um den Erhalt des Gleichgewichts zehrt an den Kräften. Doch wieder Umdrehen ist nicht. Wer weiß, wie lange es noch möglich ist, Schneebilder zu fotografieren.

Ja, und da ist er. Mein Baum.

Schade, dass auf den Bäumen kein Schnee mehr liegt. Aber ich bin froh, hier überhaupt entlang laufen zu können. Viele Wege, auch Fußwege sind überhaupt nicht nutzbar. Es ist mir unverständlich, dass die Leute es nicht einmal schaffen, den Gehweg vor ihrem Haus freizuschieben. Sie haben lediglich die Ausfahrt vom Schnee beräumt. Natürlich, damit sie mit dem Auto vom Hof fahren können. Als Fußgänger ist man gezwungen auf die Straße auszuweichen.

Im Gegensatz zum Fußweg im Dorf ist der Waldweg ja wenigstens begehbar.

Später begegnet mir ein skilaufendes Ehepaar. Wir unterhalten uns kurz. Dabei erzählen sie, dass sie eine Mütze verloren hätten und suchten. Ich verspreche ihnen, die Augen offen zu halten und laufe weiter. Das gestaltet sich etwas schwierig, da der Untergrund immer glatter wird. Es ist beschwerlich, sich ohne hinzufallen fortzubewegen. Das belastet auch etwas meinen angeknacksten Zeh. Trotzdem kann ich sagen, dass die Heilung voranschreitet.

Ich entschließe mich, noch ein kleines Dorfründchen anzuschließen und entdecke dabei zufällig die von einem Witzbold auf ein kleines Bäumchen gesteckte Mütze. Ich nehme sie an mich und bringe sie den Leuten, die sich sehr darüber freuen. Zum Dank dafür wollen mir die Leute ihre Skier leihen. :D Das klingt verlockend, trotzdem lehne ich dankend ab und laufe weiter.

Am Auto treffe ich dann die Leute zum dritten Mal. So halten wir noch ein kleines Schwätzchen, bevor wir uns heute endgültig trennen.

Im Auto wartet schon sehnsüchtig der kleine Kermit.

Durchwachsen

Am Vormittag hat meine Tochter einen Termin bei unserer Hausärztin und danach einen weiteren beim Friseur. Beides wichtige Termine, die ich mit Kermet als Mama’s Taxi begleiten muss. Bei der Ärztin geht es schneller als gedacht, dass wir ins Behandlungszimmer dürfen. Und weil ich da nun einmal bin, halte ich auch gleich mal meinen Zeh mit zur Ansicht hin. Da wird ein bißchen drauf gesehen und dran rumgedrückt - “aua” -. Nun, die Zeit heilt alle Wunden. Man kann da nichts tun, außer WARTEN. Es besteht die Möglichkeit, dass das Zehlein angebrochen ist, doch genau weiß man’s nur nach dem Röntgen. Da das mir aber die Praxisgebühr nicht wert ist (man kann eh nichts behandeln), verzichte ich dankend. So nach und nach wird es besser werden. Vielleicht dauert es noch fünf Wochen, vielleicht aber auch nicht. Laufverbot habe ich nicht. Kurzstrecken sind immer drin.

Während Julchen sich dann beim Friseur ihre Haare verschönern und neu einfärben lässt, mache ich ein kleines Läufchen zur Bank meines Vertrauens und erledige dort noch einige Dinge. Danach noch eine kleine Runde am Friedhof entlang. Nach dem gestrigen starken Schneefall taut es heute schon wieder. Überall ist es sehr nass und matschig. Ich darf feststellen, dass mir heute das Laufen leichter fällt als das Gehen und nehme es als gutes Zeichen.

Stunden später sind wir wieder zu Hause. Essen, wie immer viel zu viel. Bevor der Schnee auch hier zu Wasser wird, mache ich noch ein paar Beweisbilder für die Ewigkeit. Obwohl - der nächste Schnee ist schon wieder vorausgesagt. :)

Ha, und prompt schneit es wieder. Auf zur nächsten Runde!

Rodgau-Impressionen

Nachdem wir gut in Falkensee angekommen sind, nun noch ein paar Bilder (meist von Elke fotografiert) vom vergangenen Wochenende.

Heute Morgen liefen Elke, Billy und ich Petra’s Jubiläumsrunde. Sie feiert heute ihren 500. täglichen Lauftag! Tolle Leistung! Es tat mir sehr leid, dass ich sie mit meiner Humpelei eher bremste. Aber wir sahen wenigstens bei herrlichem Vollmondschein eine von Schnee umgebene Nidda. :)

Rodgau 2010 - Ein Streakrunnertreffen

Gegen 6 Uhr standen wir auf, machten uns in Ruhe fertig und frühstückten. Es war wieder ein liebevoll hergerichtetes vitaminreiches Essen. Keine Wünsche blieben offen. Petra und Rainer verwöhnten uns sehr!

Die Fahrt nach Rodgau war für die Verhältnisse gut. Teilweise gab es glatte Stellen, aber im Großen und Ganzen waren die Straßen frei. Es regnete und schneite nicht. Es sah überhaupt aus, als würde es sogar ein richtig schöner Tag werden.

In Rodgau-Dudenhofen lief alles wie am Schnürchen. Anmeldung, letzte Vorbereitungen treffen. Wer mochte, konnte noch was essen und trinken. So nach und nach trudelten viele bekannte und unbekannte Leute ein. Eigentlich wollten mindestens 13 Streakrunner erscheinen. Leider sagten einige wegen der allgemein schlechten Wetterverhältnisse ab. Es kamen aber trotzdem Esther mit einer Freundin, Frett, Roland, Elke, Mathias, Fritz-Norbert, Marion (Elbetritsche), Bernie, Hanka und Stefan mit Schwester und ihren Kindern. Später traf ich noch Martin und beim Lauf Ronald.

Ich freute mich auch sehr, Anita und ihre Freunde endlich auch mal persönlich kennenzulernen.

Pünktlich 10 Uhr wurden wir auf die Strecke geschickt. Da ich noch nicht wusste, was auf mich zukommt, blieb ich bei Petra. In einem gemütlichen Schritt machten wir uns auf die Strecke. Später konnte ich einige Zeit mit Evi vom Rennsteiglaufverein laufen und quatschen. Die Zeit tat mir gut, weil sie mich von den Schmerzen im Zeh ablenkten. Leider muckerte er immer wieder, vor allem wenn wir die unebenen Stellen passierten. Auch im weichen Schnee hatte ich Probleme. Diesen versuchte ich so gut wie möglich auszuweichen. Leider klappte das nicht so gut. Ständig wurden wir von Läufern überholt und mussten ausweichen. Das fraß und sorgte dafür, dass ich irgendwie immer weiter verspannte. Trotzdem fühlte ich mich in den ersten drei Runden sehr gut. Vor allem mental ging es mir sehr gut. Und wenn ich mal schmerzfrei lief hatte ich wieder Hoffnung, doch bis zum Ende durchzuhalten.

Bei Petra schien es gut zu laufen. Wir hatten uns mit Elkli zusammengetan und waren ein gutes Dreierteam. Leider wurde die Situation in der vierten Runde für mich dann doch unangenehmer. Auch Elke hatte Probleme, möglicherweise mit dem Kreislauf. Da ich bei fast jedem Schritt Schmerzen im Zeh verspürte, entschloss ich mich, doch eher auszusteigen. Ich überlegte, vielleicht doch noch eine Runde anzuhängen, aber Petra verbot mir dies. Naja, es war wirklich vernünftiger. Nach 20 km hörten Elke und ich gemeinsam auf. Wir zogen uns noch eine wärmende Jacke über, stärkten uns kurz und gingen dann zum Duschen.

Die winterliche Situation hat viele Läufer hart getroffen. Es war schwer, auf den verschiedenen Untergründen zu laufen.  Später fing es auch noch an zu schneien. Die, die durchgelaufen sind, haben meine Hochachtung! Das war gerade heute eine großartige Leistung. Ich freu mich sehr, dass Billy es geschafft hat!

Da mir die Strecke, die Atmosphäre und die Menschen  sehr gefallen haben, ist für mich beschlossene Sache, im nächsten Jahr wieder herzukommen!

Lange Reise

Bereits 4 Uhr ist für uns die Nacht zuende. Schnell ziehen wir uns an und gehen erst einmal eine Runde laufen. Es schneit leicht. Plus 1 Grad. Schönes Wetter. Leider haben wir nicht viel Zeit. Nach einem kurzen Frühstück stiefeln wir schon zur Bahn und fahren zum ZOB. Dort wartet schon Billy auf uns. Wir haben noch etwas Zeit und werden zusätzlich von Annette (einer Freundin von Billy aus 1-2-sports) überrascht. Sie bringt uns Naschereien für die Reise und wünscht uns viel Erfolg. Wir sind alle drei sehr gerührt. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Pünktlich um 7:30 Uhr fährt unser Bus los. Die Fahrt ist angenehm entspannend. Wir unterhalten uns viel, später wechseln sich lesen und schlafen ab. Ab und an gibt es mal einen kurzen Boxenstopp. Das Wetter zeigt sich nicht unbedingt von der besten Seite, aber die Straßen sind frei. Die Sonne sehen wir heute überhaupt nicht und der Schneeregen hinterlässt überall hässlichen Matsch. Aber das ist nun mal der Winter.

Überpünktlich kommen wir um 15:30 Uhr in Frankfurt am Main an. Mit ein bißchen Sucherei finden wir Petra bzw. sie uns. Mit der S-Bahn müssen wir dann noch ca. eine halbe Stunde fahren, bis wir dann in Assenheim ankommen.

Jetzt erst merken wir, wie anstrengend eigentlich die Fahrt war. Wir haben sogar keine Lust mehr auf einen Spaziergang. Nur noch ausruhen und den Abend genießen.

Ach ja, und gestern hatte ich einen kleinen Unfall. Mir fiel eine Tomatendose auf den kleinen Zeh (auch noch mit der Kante). Heute nun rollte auch noch ein Koffer über die Stelle.

Ich weiß noch nicht, was das morgen werden soll. Mal sehen, wie weit ich humpeln kann.

Kermit

So sieht er aus. Ist er nicht schick?

Heute begann nun meine Reise nach Rodgau. Erste Anlaufstation ist Falkensee, bei Elke. Auf Grund der Wetterverhältnisse hab ich gestern Fahrkarten gekauft und fuhr heute 11 Uhr mit dem Schienenersatzverkehr nach Altentreptow und von da aus weiter mit der Bahn nach Berlin und dann Falkensee.

15 Uhr kam ich bei Elke und Hartmut an, die mich gleich mit einem Berg Nudeln mit Spinat und Pinienkernen verwöhnten. Nach einer kurzen Verdauungspause  liefen Elke und ich dann eine Runde rund um Falkensee und Spandau. Alles ist weiß. Durch den Neuschnee und die warmen Temperaturen ließen sich die Wege gut laufen. Mit 1,5 Grad war es angenehm warm. Der Mond zeigte sich fast in vollem Umfang und beleuchtete uns den Weg als es langsam anfing zu dämmern. Immer wieder schneite es. Nach 8,6 km kamen wir wieder zu Hause an. Da ich das so nicht stehen lassen wollte, hängte ich die restlichen Meter noch an.

Morgen müssen wir sehr früh aufstehen, denn unser Zug fährt schon kurz nach 6 Uhr. Eine lange Reise steht uns bevor.

Stress mit Kermet

Seit einigen Tagen haben wir ein “neues” Auto. Einen netten, kleinen Campingbus. Er steht kurz vorm Oldtimeralter und gefällt uns wirklich gut.

Doch seit wir ihn haben, ist er mittlerweile Dauergast in der Werkstatt. Es mag an der Kälte liegen oder was auch immer, denn dauernd ist irgendeine Kleinigkeit kaputt, obwohl er sonst gut läuft. Da sind so diverse Sachen wie Blinklichtanlage und Lüftung/Heizung, die zunächst funktionierend plötzlich ihren Geist aufgeben. Nun ja, diverse Alterserscheinungen. Wir haben damit gerechnet und es von vornherein akzeptiert. Aber wenn die Ausfälle während der Fahrt passieren, ist das schon nervend.  Ja, und wenn das dann mit der Krankheit eines Kindes zusammen kommt, kann das schon etwas zu viel des Guten werden. So versuche ich zur Zeit einen Spagat zwischen Arzt- bzw. Krankenhausfahrten, Arbeit, Werkstatt und Laufen hinzubekommen. Der Sport bleibt dabei ein bißchen auf der Strecke. Gerade mal 2 km sind zu schaffen. Heute erst am Abend, nachdem ich “Kermet” wieder zur Werkstatt brachte, wo er bis morgen bleiben muss. Vorher habe ich noch mein krankes Kind aus dem Krankenhaus nach Hause geholt. Abenteuerlich, wenn die Blinker nicht funktionieren.

Mal sehen, was morgen auf uns zu kommt. Früh müssen wir zum Verbandswechsel ins Krankenhaus. Eine Kollegin hat sich unser erbarmt, holt uns ab und bringt Julia danach wieder nach Hause. Meine anderen Wege werde ich dann einfach zu Fuß erledigen. Es soll ja wieder wärmer werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Immerhin haben wir gerade -17 Grad. 

Winterwald 2

Heute ist es wieder sehr kalt, aber schon seit dem Morgen scheint die Sonne. Julia ist so begeistert, dass sie den Sonnenaufgang gleich fotografiert.

Zur Mittagszeit nutzen Florian und ich die schöne Mittagssonne und brechen zu einem Läufchen auf. Mit minus 10 Grad ist es wieder ziemlich eisig. Florian ist dies wohl zu kalt, denn er rennt wie von der Tarantel gestochen los. Ich sehe ihn erst später zu Hause wieder. 

Nun, ich ziehe es gemütlicher vor. Da es so schön ist, wird meine Runde etwas länger. Wieder durch den Wald zu den Kanälen.

Die Wege sind frei und zum Glück nicht zu glatt. Locker und leicht fliege ich dahin. Maxi immer hinter mehr her.

Erst am Ende wird es schwierig. Der Weg nach Hause fordert mir noch einmal alle Kraft ab.

Aber es hat sich gelohnt. 14 km, ruhige 01:47:36 h. 8)

Winterwald

Ein langer Tag neigt sich dem Ende entgegen. Erst jetzt komme ich dazu, die heutigen Laufbilder zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Zu schön ist diese winterliche Landschaft, in der ich heute laufen konnte.

Am Morgen musste mein Auto noch mal in die Werkstatt. Der defekte Behälter der Scheibenwischanlage war auszutauschen. Ca. 50 Minuten Zeit, um im Devener Holz zu laufen.

Es sind nur noch zwei Leute mit ihren gut erzogenen Hunden unterwegs. Ansonsten wohltuende winterliche Stille, nur gestört durch das Knirschen bei jedem Schritt im Schnee. Das winterliche Weiß hält sich hartnäckig. Obwohl es langsam wieder kälter wird, heute -10 Grad, fällt mir das Laufen leicht. Wieder einmal darf ich sehen, wie veränderlich die Landschaft ist. Dies fotografisch festzuhalten ist gar nicht so einfach, da die Bilder die Wirklichkeit gar nicht so gut wiedergeben.

Trotzdem hier ein paar Impressionen.

Obwohl schon so lange Frost ist, die Peene ist immer noch frei.

Später, wieder zu Hause, kommt die schon lange vermisste Sonne zum Vorschein. Endlich!   

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